31.01.2021, von R.Szczuka

Sächsische THW Ortsverbände wieder im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest

Ein neuer Fall der afrikanischen Schweinepest Ende der vergangenen Woche in der bereits bestehenden Pufferzone sorgt aktuell zum dritten mal für einen Großeinsatz des THW in Sachsen. Aufgrund dieses aktuellen Falls müssen die Restriktionszonen erweitert und mit einem Schutzzaun versehen werden. Das gefährdete Gebiet vergrößert sich nun auf 322 Quadratkilometer.

am Lagerplatz

Nach einem Amtshilfeersuchen des Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zur Bereitstellung von Kräften für den Bau eines festen Wildzaunes gegen Schwarzwild befanden sich am vergangenen Donnerstag rund 45 ehrenamtliche THW-Helfer aus den Ortsverbänden Dresden, Radebeul, Pirna, Zittau, Görlitz und Bautzen im Einsatz. An der B 115 zwischen Niesky und Rietschen entsteht direkt neben der Straße ein neuer Wildzaun.

Die THWler nehmen dabei motorbetriebene Pfahlrammen zur Hilfe. Die Geräte werden, per Hand gehalten oben auf den Pfahl aufgesetzt und treiben diesen, durch vom Motor erzeugte kurze, kräftige Schläge 50 cm ins Erdreich. Daran wird anschließend der 1 Meter hohe Wildzaun befestigt und, um ein Unterwühlen zu verhindern, auf dem Boden fixiert. Eine Rolle des Wildzaunes ist 50 m lang. Mehrere hundert davon lagern auf einem vom THW eingerichteten Materiallagerplatz.

Hier hat auch die Fachgruppe Logistik aus Dresden ihren Werkstattbereich aufgebaut. Die ursprünglich 2 Meter langen Pfähle werden hier vor dem Transport an die jeweiligen Aufbauorte gekürzt. Am Ende werden es um die 8000 Stück sein, die hier vorbereitet wurden. Gleich nebenan, an einem behelfsmäßig errichteten Arbeitsplatz in einer alten Lagerhalle werden Einschlaghilfen repariert. Diese kleinen Helferlein müssen beim manuellen Einschlagen der Pfähle oben aufgesetzt werden um das Material vor den kräftigen Hammerschlägen zu schützen.

Die Fachgruppe Führung/Kommunikation des Dresdner THW Ortsverbandes errichtete mehrere Kommunikationsanschlüsse in den von der THW Einsatzleitung genutzten Räumen. So wurden zum Beispiel, basierend auf dem Mobilfunknetz über provisorisch verlegte Leitungen zwei kabelgebundene Festnetz-Telefonanschlüsse bereitgestellt.

Am Donnerstag lief der Einsatz noch mit einer verringerten Mannschaftsstärke. THW-Einsatzleiter Andreas Otte vom THW Ortsverband Görlitz erklärte dazu: Wir sehe diese Woche noch als Probelauf um die Abläufe optimieren und Schwachstellen beseitigen zu können. Ab dem 1. Februar werden dann vier Aufbauteams, bestehend aus jeweils 16 Helferinnen und Helfern in einem geplanten Zeitraum von zwei Wochen etwa 30 km Wildschutzzaun errichten. Ein Aufbautrupp schafft je nach Geländebeschaffenheit bis zu 1000 Meter am Tag.

 

Bilder: R.Szczuka (1, 3, 5, 6), T.Matzke (2, 4, 7)

 

 

 


  • am Lagerplatz

  • kürzen der Pfähle

  • in der Werkstatt der Fachgruppe Logistik

  • Zaunbau an der B 115

  • Einrammen eines Pfahles

  • Aufbau des Wildschutzzaunes

  • Helfer der Fachgruppe Führung/Kommunikation bei der Arbeit

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