09.02.2021, von R.Szczuka

Eiskalter Einsatz auf der Autobahn

Am 09. Februar gegen 02:40 Uhr wurde der stellvertretende Ortsbeauftragte des THW Zittau durch das Einsatztelefon aus dem Schlaf gerissen. Der Einsatzauftrag der Regionalstelle lautete: Unterstützung und Ablösung der THW-Kräfte auf der A4 zwischen den Anschlussstellen Kodersdorf und Ohorn. Hier waren seit vielen Stunden THW Helfer aus den Nachbarortsverbänden Bautzen und Görlitz im Einsatz.

Nichts geht mehr auf der A4

Nach kurzer Vorbereitung fuhren drei Fahrzeuge des Zittauer Ortsverbandes mit insgesamt neun Einsatzkräften durch die klirrende Kälte Richtung Autobahn. Zu Fuß kämpften sich die Zittauer THWler durch den Stau um die eingeschlafenen Fahrer der liegengebliebenen Fahrzeuge zu wecken und somit den Verkehr wieder zum rollen zu bringen. An vielen Stellen war ein Vorwärtskommen mit den großen Einsatzfahrzeugen wegen der fehlenden Rettungsgasse nicht möglich. Im weiteren Verlauf des Vormittages entspannte sich die Lage und der Verkehr begann wieder zu Rollen.

Auf der Rückfahrt nach Zittau verunglückten auf einem stark vereistem Abschnitt der Autobahn zwei der Zittauer Einsatzfahrzeuge. Ein LKW rutsche in die Leitplanke und wurde dabei an der Fahrzeugfront und an Teilen des Unterbaus der Fahrerkabine beschädigt. Er konnte die Rückfahrt noch ohne Hilfe fortsetzen. Ein weiterer LKW kam ins Schleudern und in Folge dessen von der Fahrbahn ab. Er rutsche auf einen Wiesenstreifen neben der Autobahn und geriet in gefährliche Schieflage. Mithilfe des dritten Zittauer Fahrzeuges konnte er geborgen werden. Die Rückfahrt nach Zittau erfolgte aufgrund der Beschädigungen dann mit Hilfe eines Abschleppunternehmens.
Bei beiden Unfällen wurde glücklicherweise niemand verletzt. Alle Helferinnen und Helfer sind wohlbehalten in Zittau angekommen. Der Schreck steckte den Einsatzkräften trotzdem noch sichtlich in den Gliedern.


Foto: D. Kupke


  • Nichts geht mehr auf der A4

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