13.11.2021, von THW Ortsverband Zittau

Aktion „Sauberes Löschwasser“

Seit längerem beschäftigen wir uns mit Möglichkeiten, um die örtlichen Feuerwehren bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Neben verschiedenen Konstruktionen aus dem Einsatzgerüstsystem oder den LED-Flächenstrahlern geht es wiederholt um Löschwasser. Letztens haben wir mit der Jugend einen 24.000 Liter fassenden Faltbehälter in der Praxis erprobt. Heute geht es um ausreichend sauberes Wasser, das die Feuerwehr zum Löschen verwenden kann. Dieses wird in Faltbehältern zur Verfügung gestellt oder z. B. direkt in Löschfahrzeuge eingespeist.

 

Die THW-Pumpen sind für Schmutzwasser und Abwasser ausgelegt. Viel Dreck, wie Blätter, Schlamm oder auch Hagelkörner, bringen die Pumpen nicht zum Stehen. Zum Umpumpen oder Abpumpen von Schadwasser ist jedoch kein hoher Druck erforderlich. In der Regel bringen die Pumpen des THWs 1-2 bar Nenndruck auf.  Die Feuerwehr benötigt zum Löschen viel Druck (5-8 bar), um am Strahlrohr das Wasser fein zu verteilen oder weit zu werfen. Dieser Druck wird mit speziellen Pumpen erzeugt, die jedoch anfällig für Feststoffe im Wasser sind.

 

Unsere Tauchpumpen der Hersteller „Mast“ oder „Wilo“ saugen das Wasser unterhalb des Motors an. Bei einem schlammigen Untergrund wird hierdurch viel Unrat gefördert, der den Filter einer Feuerwehrpumpe verstopfen würde. Zum Schutz wurden bereits im letzten Jahr vier seitlich durchbrochene Aluminiumkisten beschafft. Je Pumpe wird mit Ketten eine Kiste angebracht und diese Kombination ins Wasser gelassen. Die Kisten lassen sich auch mit den Spechthauser-Pumpen verwenden, wobei diese mit Ansaugstutzen auch Wasser „von oben“ ansaugen können.

 

Als nächster Schritt wird geprüft, wie die Wilo-Pumpen mit angebrachten Schwimmkörpern auf der Wasseroberfläche eingesetzt werden können. Hierdurch wäre eine „saubere“ Löschwasserentnahme von mehr als 3.000 Liter pro Minute möglich. Ein Tanklöschfahrzeug mit 4.000 Liter-Tank wäre somit ohne Rüstzeit in etwa einer Minute befüllt. Ziel ist die Einrichtung von Löschwasserentnahmestellen bei großen Bränden (zum Beispiel Waldbrand). Hierbei wird die Einrichtung und der Betrieb dieser Stelle sowie die Versorgung des Personals sichergestellt.


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